Häusliche Gewalt

Der Begriff „Häusliche Gewalt“ beschreibt Gewalt zwischen Erwachsenen, die in engen sozialen Beziehungen zueinander stehen oder gestanden haben.

Misshandlungsformen im sozialen Nahraum können in ihrer Art und Ausprägung sehr vielfältig sein. In der Literatur gibt es hierzu folgende Unterscheidung:

physische Gewalt (Stoßen, Schlagen, Treten, Würgen, Fesseln, Verbrennen)
psychische Gewalt (Einschüchtern, Beleidigen, Bedrohen, Demütigen)
sexualisierte Gewalt (Vergewaltigung, sexuelle Nötigung)
ökonomische Gewalt (Verhinderung von Erwerbstätigkeit, Entzug des Haushaltsgeldes)
soziale Gewalt (Überwachung bzw. Verbot sozialer Kontakte, Kontrolle der Telefonate)
strukturelle Gewalt (Aufrechterhalten traditioneller Rollenklischees, religiöse Vorschriften)

Diese Gewalttaten geschehen nicht auf Grund eines einmaligen Kontrollverlustes, sondern dienen dazu, Macht und Kontrolle über einen anderen Menschen ausüben.

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